Gaskocher im VW T4

Kocher und Gas

Mal eben ein Mittagessen zaubern, oder nur die Dose Ravioli aufwärmen – dafür braucht man einen Kocher. Es gibt sie in unzähligen Formen und Größen, manche darf man auch gar nicht ohne Weiteres betreiben. Was du wissen musst.

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Kartuschenkocher

Die einfachste Variante ist der klassische Kartuschenkocher mit den wechselbaren „Sprühdosen“ zum Einstecken. Diese sind sehr günstig und auch die Kartuschen sind oftmals im Discounter günstig zu erwerben. Allerdings musst du zu einem teureren Modell greifen, solltest du mit deinem Van eine Wohnmobilzulassung anstreben, denn hierbei braucht dein Kocher eine Zulassung für den Innenraum, indem er eine Abschaltautomatik besitzt.

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Von der Nachhaltigkeit her gesehen, ist es natürlich nicht sehr gut, stets leere Blechdosen zu produzieren, die auch nicht selten in Fernost hergestellt werden!

Greife lieber zu lokal nachfüllbaren Flaschen.

Zulassung für den Innenraum

Günstige oder alte Kocher sollten und dürfen nicht ohne Weiteres im Innenraum betrieben werden! Ihnen fehlt nämlich ein Mechanismus, der die Gaszufuhr unterbricht, sobald die Flamme erlischt.

Dies verhindert, dass unkontrolliert und unbemerkt Gas austritt, welches sich entzünden, oder die Insassen im schlimmsten Fall ersticken lassen kann. Der TÜV prüft bei Vans mit Wohnmobilzulassung, ob dein Kocher eine solche Innenraumzulassung besitzt.

Kocher mit externen Gasflaschen

Neben den klassischen Kartuschenkochern, gibt es auch Modelle, die an eine externe Gasflasche angeschlossen werden. Diese hat den großen Vorteil, dass sie wiederbefüllbar ist und du dadurch die Umwelt schonst. Sie kommen in diversen Größen, mit einem Kochfeld, mehreren, mit Grillfunktion oder als Wok. Deiner kulinarischen Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

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Dafür brauchst du an der Gasflasche einen Druckminderer, da der Druck am Ventil der Flasche zu hoch für den Kocher ist. An den Druckminderer kommt ein Gasschlauch, der die Flasche mit dem Kocher verbindet.

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Verschiedene Flaschensysteme

Bei den nachfüllbaren Gasflaschen gibt es zwei verschiedene verbreitete Systeme:

Normflaschen

Die „normalen“, genormten Gasflaschen können für alle möglichen Geräte wie Brenner oder Heizstrahler verwendet werden und sind oftmals in einem Hausstand schon vorhanden. Sie sind meist grau (Eigentumsflasche), oder rot (Pfandflasche) und kommen üblicherweise in den Größen 5kg und 11kg. Sie sind deutlich günstiger nachzufüllen als die Campingazflaschen, aber auch größer und brauchen mehr Platz.

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Campingaz

Das eigene Flaschensystem des Herstellers Campingaz ist – wie der Firmenname vermuten lässt – auf Camping ausgelegt. Der große Unterschied ist, dass diese Flaschen in handlicheren Größen daherkommen.

Ein weiterer deutlicher Unterschied zu dem universellen Flaschensystem ist der Preis. Campingazflaschen kosten deutlich mehr!

Die 2,75kg Campingazflasche (Nummer 907) kostet ca. 30€ pro Füllung, der Anschaffungspreis einer dieser Flaschen liegt im Einzelhandel bei ca. 90€.

Eine 5kg Flasche des universellen Systems zu befüllen kostet hingegen nur ca. 10€. Für die Flasche an sich sind einmalig ungefähr 30€ fällig. Das ist fast Faktor 6 günstiger!

Dies wird dadurch gerechtfertigt, dass das Händlernetz zum Tausch dieser Flaschen größer sei. In der Praxis ergeben sich aber auch im (zumindest europäischen) Ausland keine Schwierigkeiten, die universellen Flaschen zu tauschen – in Deutschland schon gar nicht.

Loch im Boden & Gasprüfung

Die Vorzüge einer großen Flasche liegen auf der Hand, doch gibt es beim Einbau einer solchen in deinen Van etwas zu beachten – zumindest, wenn du ihn als Wohnmobil zulassen möchtest und/oder auf Sicherheit bedacht bist.

Um zu verhindern, dass deine Flasche dich im Schlaf im Stich lässt, Leck schlägt und dich erstickt, ist ein abgeschlossenes Behältnis erforderlich, welches nach unten frei belüftet ist. Also ein Loch im Boden. Gibt es das nicht, ist eine solche Gasanlage nicht für die Zulassung eines Wohnmobils geeignet.

Propan oder Butan?

In den Normflaschen wird üblicherweise Propan verkauft, in Campingazflaschen Butan. Propan verbrennt bei -20-40°C, Butan tut dies nicht mehr unter dem Gefrierpunkt. Ansonsten ähneln sich die Eigenschaften der Gase. Wintercamper setzen also lieber deswegen auf Propan, für alle anderen ist es auch meist die beste Alternative.

Gasflasche Gefahr bei Hitze?

Eine Gasflasche im Van zu lagern, stellt im Normalfall kein Sicherheitsbedenken dar, auch wenn es im Sommer mal heiß wird. Vorausgesetzt sie ist sicher – also gegen Umfallen und Stöße gesichert – verstaut. Sie ist im Van nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt und erhitzt sich nicht auf gefährliche Temperaturen.

Ist sie nicht in Gebrauch, sollte sie nicht angeschlossen und das Ventil mit einer Schutzkappe geschützt sein. Unter Wärme dehnt sich das enthaltene Gas aus und erhöht den Druck in der Flasche. Die Flaschen sind allerdings so konzipiert, dass sie nur zu 80% gefüllt werden, um dem genug Spielraum zu bieten. Jedoch gibt es ein paar andere Gefahrenquellen, die du jedoch einfach ausschließen kannst.

Weitere Gefahrenquellen

Mit ein paar einfachen Vorkehrungen kannst du die meisten Gefahrenquellen leicht ausschließen:

  • Nutze keine alten Kocher. Sie können korridiert und damit undicht geworden sein. Neue Modelle besitzen auch bereits Abschaltautomatismen.
  • Erneuere regelmäßig die Anbauteile wie den Druckminderer und den Gasschlauch, denn diese werden mit der Zeit ebenfalls undicht. Länger als 10 Jahre solltest du diese Sachen nicht verwenden.
  • Tausche die Gasflasche rechtzeitig vor Ablauf ihrer Zulassung. Diese ist auf der Flasche eingeschlagen und du erhältst eine frisch geprüfte Flasche im Tausch.

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